Ortschaften
der Stadt Berga-Wünschendorf
Ortschaften des Ortsteils Berga
Albersdorf
Der Ortsteil Albersdorf liegt an den Verbindungsstraße von Berga nach Großdraxdorf. Der seit dem 01.07.1958 in die Stadt Berga/Elster eingemeindete Ort findet im Verzeichnis der den Markgrafen zu Meißen jährlich in den wettinischen Landen zustehenden Einkünfte (Registrum dominorum) von 1378 als Albrechtsdorf / Albrechtisdorff seine urkundliche Ersterwähnung. Der Ort ist seinem Siedlungsbild nach ein Angerdorf mit einseitiger Gewannenflur (Gewanne = regelmäßig streifig aufgeteiltes Flurstück, Ackerstreifen).
Sachzeuge der Gründungszeit ist der „Wahl“, der Rest einer frühdeutschen Wasserburg, der ca. 100 Schritte östlich der Kirche liegt. Die Kirche enthält romanische Bauteile und läßt damit ihre Entstehungszeit um 1200 deutlich erkennen. 1717 durch Feuer vernichtet, baute man die Kirche in den beiden folgenden Jahren wieder auf (1779 restauriert). Seit 1474 bestehen Beziehungen zur Bergaer Kirche. Das Vorwerk Albersdorf gehörte seit 1493 dem Besitzer von Schloßberga.
1880 hatte Albersdorf 157 Einwohner, größenteils Bauern, es gab eine Gemeindeschenke, einen Schneider und auch einen Friedensrichter. Mit Schule, Standesamt und Post gehörte es zu Berga. Beim Dorfe gab es einen Kalkofen, sowie eine bedeutende Ziegelbrennerei. Heute gehört zu Albersdorf ein Erholungsgebiet mit Bungalowdorf und einem kleinen Stausee, der zum Baden einlädt.
Clodra
Clodra ist ein Ortsname einer ehemaligen slawischen Siedlung in der sich um die Jahrtausendwende erste Erbauer ansiedelten. 1260 als Cloderawe und 1281 als Kloderowe wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Diese Begriffe kommen aus dem Sorbischen und heißen sinngemäß Ort der Holzfäller. Clodra ist ein Dorf zwischen Berga und Weida, welches an der B 175 liegt, mit ca. 260 Einwohnern. Etwa 100 m über dem Elstertal und 300 m über NN zeugen historische Bauten, aber auch Häuser mit erneuerten Fassaden und gepflegten Gärten vom Fleiß der Bewohner von alters her.
Die Kirche, offensichtlich das älteste Gebäude im Ort, Fachwerkhäuser und Fachwerkwände geben dem Dorf ein besonderes Aussehen. Einige Einkehrstätten im Ort und wenn man will die Clodramühle im Elstertal, etwa 15 min. Fußweg, sorgen für das leibliche Wohlbefinden.
Durch die zentrale Lage zwischen Berga und Wünschendorf ergeben sich beste Voraussetzungen für sinnvolle Freizeitgestaltung, Volkssport sowie für Wandern und Touristik. Das Elstertal mit steilen Hängen und von Bachläufen gerissenen Schluchten sowie Wanderwege, teilweise Pfade, die sich um die Bergvorsprünge winden, bietet aktive Erholung und sorgt für Entspannung. Für alle, die auf dem Lande wohnen wollen, sind in Clodra ideale Voraussetzungen vorhanden. An der B 175 und fast an der B 92 gelegen, sind es nur ca. 15 min. mit dem Auto bis Gera oder Greiz. Bis zu den Autobahnen A 4 und A 9 sind es mit dem Auto ca. 20-30 min. und damit sind Städte wie Jena, Zwickau, Chemnitz gar nicht so weit entfernt wie es manchem erscheinen mag.
Dittersdorf
Der Ortsteil Dittersdorf liegt nahe der Fernverkehrsstraße 175 in Richtung Weida. Dittersdorf ist in einer Urkunde aus dem Jahre 1283 erstmals schriftlich genannt. Am Waltins- oder Valentinstag (= 14. Februar) 1283 verlieh der Geraer Vogt Heinrich der Ältere (II.) dem Kloster Cronschwitz bei Weida 37 Schillinge Zins in Dittersdorf (Ditterszdorff). 1378 wird Dittersdorf als Ditherichstorf unter den zur Herrschaft Berga gehörigen Orten aufgeführt. Das änderte sich 1427 – Dittersdorf kam an Heinrich von Weida, später an die Grundherrschaft von Wolfersdorf. 1526 mußten die Dittersdorfer Bauern wegen Beteiligung am Bauernkrieg ein Strafgeld von 18 Gulden zahlen.
Zwei Jahrzehnte später hatte der kirchlich und schulisch nach Clodra gewiesene Ort zwölf „Hausbesessene“, etwa 60 Einwohner. In der Folgezeit entstand in der Gemarkung am Harnbach eine Mühle, die sogenannte Harnmühle.
1822 wohnten in 18 Häusern 103 Personen. Um 1900 wurde im Ort auch eine Ziegelei betrieben.
Am 1. Juli 1950 wurde Dittersdorf als Ortsteil in die Nachbargemeinde Zickra eingegliedert und am 1. Januar 1974 ein Ortsteil der Gemeinde Clodra. Seit 1994 ist Dittersdorf ein Ortsteil der Stadt Berga/Elster.
Eula
Das hoch über der Elster gelegene Eula findet seine urkundliche Ersterwähnung im Jahre 1378 im Verzeichnis der dem Landgrafen in Thüringen und Markgrafen zu Meißen jährlich in den wettinischen Landen zustehenden Einkünfte als Zcylow bzw. Czilow. Der Name wandelte sich später über Eylaw zur heutigen Form.
Eula ist möglicherweise eine slawische Gründung. Darauf könnte sein Charakter als Haufendorf hindeuten. Der Ort war ursprünglich nach Tschirma gepfarrt, später Berga, wieder Tschirma und bis heute Berga. Auch schulisch bestand immer eine Bindung nach Berga. Eula war eines der kleinsten und abgelegensten Dörfer der Umgebung. Noch heute ist es aus Richtung Waltersdorf über einen Verbindungsweg zu erreichen.
Die Bevölkerungszahl war von jeher klein. 1378 waren drei Güter erwähnt (15 – 20 Einwohner). Eula starb durch die Pest bis auf 2 Seelen im 17. Jahrhundert aus.
Eulaer Bewohner mußten nach dem Bauernkrieg wegen Beteiligung an demselben ein Strafgeld von 15 Gulden zahlen. 1721 berichtet der sächsische Grenzconducteur Paul Trenkmann: „Eule ist schriftsässig. Ober – und Untergerichte gehören nach Marckersdorf. Geht nach Berga in die Kirche. 11 Feuerstädte, als 4 Pferdebauern, 3 Handbauern und 4 Kleinhäusler…“. 1913 wird die Gastwirtschaft Walter Wittig erwähnt, die zugleich Materialwarenhandlung und öffentliche Fernsprechstelle war.
Großdraxdorf
Großdraxdorf ist ein kleines Angerdorf und städtebaulich ein sehr interessanter Bereich. Man findet es in waldreicher Umgebung auf dem Höhenplateau am Verlauf der Weißen Elster 320 und 310 m ü. NN. Der kleine Ort zählt 15 Häuser und 30 Einwohner. Die erste urkundliche Erwähnung findet man im Jahre 1209.
Der Dorfanger mit saniertem Dorfteich ist von Drei- und Vierseitenhöfen umbaut, zum größten Teil im Fachwerkstil.
Im Bereich Großdraxdorf kreuzen sich die Wanderwege des Elster- und Fuchstales. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der „Weiberstein“ über dem Elstertal. Gegenüber dieses Felsens, auf dem Dachshügel, soll eine Drachenburg, auf der jahrhundertlang ein Rittergeschlecht ansässig gewesen war, gestanden haben (1274-1506). Ausgrabungsfunde zeugen von dieser Vergangenheit und sind im Museum der Burgruine Reichenfels ausgestellt.
Kleinkundorf
Im Jahre 1378 erscheint der Ortsname als „Conradistorff“ in den Akten der Markgrafen zu Meißen und den Landgrafen in Thüringen.
1427 kam der Ort mit der Pflege Berga an Heinrich von Weida und kurze Zeit darauf an die Familie von Wolfersdorf auf Culmitzsch. Da Kleinkundorf keine eigene Kirche besitzt war die kirchliche und schulische Bindung zu Culmitzsch besonders eng.
Im Jahre 1604 wird das „Vorwerk“ (gemeint ist das spätere Freigut) an Hieronymus III. von Würzburg verpfändet, da der Besitzer Joachim von Wolfersdorf auf Culmitzsch dem Hieronymus 626 Gulden schuldet. (Das Gebäude existiert heute noch, jedoch in etwas anderer Bauform, als das ursprüngliche.)
Im Jahr 1854 ist die große Auswanderungswelle. Es wandern allein in Kleinkundorf 14 Personen nach Nordamerika aus. Nach dem Kriege (1946) sind viele Umsiedler im Dorf, manche bleiben, andere ziehen in den folgenden Jahren wieder weg.
Von 1986 bis Juni 1989 wird die Ortsstraße in Teilabschnitten in Eigeninitiative gebaut.
Markersdorf
Das offensichtlich im Zuge der feudalen Ostexpansion gegründete, nach einem Lokator Markward benannte Markersdorf wird urkundlich erstmals im Jahre 1329 als „Marchatsdorf“ genannt.
Markersdorf gehörte zum sogenannten Bergaer Lehen, das dem Vogt von Wildenfels in Weida lehnpflichtig war. In dieser Eigenschaft tritt es in einem Lehnbrief des Herzogs Friedrich von Sachsen für Heinrich von Weida zu Wildenfels vom 09.01.1454 in Erscheinung.
Markersdorf gehört bereits im 12.Jahrhundert zur Pflege und zum späteren Gerichtsbezirk Berga. Im Urkundenbuch der Vögte von Weida ist Markersdorf seit 1329 als Sitz der von der Peterskirche zu Weida belehnten Herren von Markersdorf erwähnt. Diese Adelsfamilie hatte Markersdorf bis zum Jahre 1684 in ihrem Besitz.
In dem genannten Jahr kam das Anwesen an die Familie von Zehmen. 1686 begannen die Herrn von Zehmen mit zahlreichen Umbauten am Herrenhaus, das bis 1948 Stammsitz der Familie blieb.
Heute befindet sich im Herrenhaus ein Hotel.
Seit Anfang Mai 1953 ist Markersdorf Ortsteil der Stadt Berga/Elster.
Ober- und Untergeißendorf
Eine Gründungsurkunde für die Geißen- Dörfer gibt es nicht. Der Ort wird erstmals im Januar 1454 in einem Lehnbrief Herzog Friedrichs von Sachsen erwähnt. Der in diesem Dokument nicht genannte untere Ortsteil, dessen Existenz aber vorausgesetzt werden muss, denn sonst wäre der unterscheidende Zusatz „ober“ unnötig gewesen, erscheint erstmals 1475 in einer Urkunde; das Dörfchen hieß damals „Niderngeissendorff“.
Trotz der späten urkundlichen Erwähnung dürften beide Orte den Gründungen der hochmittelalterlichen Epoche zuzuordnen und somit spätestens im 14. Jahrhundert entstanden sein. Die ersten Häuser in Obergeißendorf wurden entlang des Dorfbaches errichtet; Untergeißendorf war möglicherweise von Anfang an eine Streusiedlung.
Da Ober- und Untergeißendorf verschiedenen Rittergütern, Kirchen und Schulen zugeordnet waren, verlief ihre Entwicklung jahrhundertelang getrennt. Obergeißendorf war in dieser Hinsicht mit Waltersdorf verbunden, während Untergeißendorf dem Markersdorfer Rittergut und den geistlichen und schulischen Einrichtungen Bergas unterstand. Im Gefolge des Wiener Kongresses von 1815 kamen beide Dörfer ein Jahr später von Kursachsen zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, dem sie bis 1918 angehörten. Seit 1920 gehörten die Orte zum Land Thüringen. Erst am 1. Juli 1961 wurde Ober- und Untergeißendorf zur Gemeinde Geißendorf vereinigt. 30 Jahre später erfolgte die Eingemeindung nach Berga/Elster.
Tschirma
Tschirma ist einer der ältesten Orte unserer Umgebung. Es ist ein Kirchdorf und besitzt einen eigenen Friedhof. Der Ursprung der Gemeinde geht auf eine frühslawische Siedlung zurück. Tschirma wird in einer Urkunde vom 25. März 1432 zum ersten Male schriftlich erwähnt. Durch einen Vertrag zwischen dem Tschirmaer Pfarrer Johann Keltz und seinen Pfarrleuten wurde u.a. bestimmt, daß die Pfarreingesessenen ihrem Pfarrer Zinsen, Rente, Dezem und Opfer nach altem Recht und Herkommen geben sollten, während der Pfarrer dafür drei Wochenmessen zu halten und an den Sonntagen, den Aposteltagen und anderen großen Heiligentagen Vesper und Metten zu singen hatte.
1449 erfolgt die zweite schriftliche Erwähnung. Bei der damaligen Teilung des Greizer Gebietes in die Herrschaften Greiz -Vorderschloß und – Hinterschloß wurde Tschirma (Schermnaw) der Herrschaft Vorderschloß zugewiesen. Die Zugehörigkeit Tschirmas wechselte in den folgenden Jahren und Jahrhunderten öfters.
Das älteste Bauwerk des Ortes ist die Kirche. Sie zeigt Teile aus dem 12. Jahrhundert, währender der Turm aus dem 18. Jahrhundert stammt. Ein aus dem Dorfe stammender Künstler stiftete 1836 eine Altarausstattung in Meißner Porzellan. Es war Gottfried Drechsler, Vorsteher der Gestaltungsabteilung der Porzellanmanufaktur Meißen. Tschirma besaß eine der ältesten Schulen des Landes Reuß. Zunächst war sie eine Kirchschule und später eine Volksschule.
Am 15. August 1866 wurde in diesem Ort der Meeresforscher Professor Gerhard Schott geboren. Eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus würdigt seine Leistungen.
Die Lehnamühle war einst ein Ortsteil von Tschirma. Tschirma gehört seit dem 26.10.1992 zur Stadt Berga/Elster.
Wernsdorf
Wernsdorf liegt in einem engen linksseitigen Seitental des Fuchsbaches. Es erstreckt sich zwischen sanften Hügeln, eingebettet an den Ufern, entlang eines kleinen Baches, zu dem auch parallel die Dorfstraße verläuft. Die Höhenlage erreicht hier zwischen 265 und 330 m ü. NN. Die ganze Dorfform zeigt, dass es sich um eine rein germanische Siedlung handelt, ein sogenanntes Radial-Waldhufendorf. Im Jahre 1306 wurde Wernsdorf erstmals urkundlich erwähnt.
Heute leben in Wernsdorf 160 Einwohner. Auf einem kleinen Hügel steht die denkmalgeschützte und sanierte Dorfkirche. Die ganze Anlage der Kirche mit der romanisch-katholischen Kapelle, deren Bestehen bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht, zeugt davon, dass der Ort in der germanischen Rodungsperiode (um 1200) gegründet wurde. Das spätromantische Kirchengebäude mit den unheilabwehrenden Schmuckelementen des Westeinganges, dem Tympanon mit dem dazugehörigen Türflügel und zum Großteil sehr alten Eisenbeschlägen aus dieser Zeit, ist gut erhalten.
In Wernsdorf kreuzen sich verschiedene Wanderwege. Es ist ein städtebaulich sehr interessantes Reihendorf mit waldhufentorfigem Charakter und in einem relativ guten Zustand. Die Gehöfte sind Kulturdenkmäler und fast alle im fränkischen Stil angelegt.
Wolfersdorf
Das ländlich idyllisch gelegene Wolfersdorf mit 430 Einwohnern liegt in einer Talaue des Fuchsbaches, am Rande des Thüringer Elstertales. Die Talsohlen liegen zwischen 275 und 260 m ü. NN, während die maximalen Hanglagen beidseitig etwa bis 320 bzw. 350 m ü. NN erreichen.
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1240. Das Geschlecht “ von Wolffersdorf“ war fast sechs Jahrhunderte (1240-1831) Grundherr des Ortes und gab dem von ihm gegründeten Dorf seinen Namen. Das Ortsbild wird von größeren Gehöften geprägt, die meist vierseitig sind.
Typisch für die meist zweigeschossigen Häuser ist Fachwerk im oberen Geschoss und Sattel- oder Krüppelwalmdächer aus Ziegel- oder Schiefereindeckung, ebenso typisch sind Schieferverkleidung der Giebel. Inmitten des Ortes befindet sich das ehemalige Herrenhaus des früheren Rittergutes. Heute wird es als Bürgerhaus genutzt, indem sich Kindergarten, Vereinszimmer, Versammlungsraum, Arztsprechzimmer, Sportraum, Heimatstube und Jugendclub befinden. Ende des 19. Jahrhunderts legte der damalige Rittergutsbesitzer Arno Thimmich einen Park an, dessen seltener Baumbestand zu einem kleinen Teil, jedoch denkmalgeschützt, noch besteht. Ein idyllisches Fleckchen ist im westlichen Ortsbereich der 2 ha große Dorfteich in naturnaher Gestaltung.
In der Reitanlage des Gestüts „Elstertal“ mit Reithalle und Reitplatz können Reitsportfreunde ihrem Hobby ganzjährig nachgehen. Der anerkannte Zuchtbetrieb mit langjähriger Tradition wurde 1998 für artgerechte Tierhaltung mit dem Thüringer Tierschutzpreis ausgezeichnet.
Zickra mit Buchwald
Zickra wird in einer Urkunde im Staatarchiv Weimar erstmals 1307 schriftlich genannt. In diesem Jahre stiftete Ritter Konrad von Bockwitz zwölf Schillinge Zins aus Zickra (Cykorauwe). Die zweite schriftliche Erwähnung Zickras datiert vom Jahre 1330. Damals übereignete Vogt Heinrich IV. von Gera dem Kloster Cronschwitz bei Weida neun Schillinge Zins aus Zickra (Zeikara). 1378 wird Zickra als Zeigkerow unter der zur Herrschaft Berga gehörigen Orten aufgeführt. 1546 hat der kirchlich und schulisch nach Clodra gewiesene Ort 16 „Hausbesessene“ (Einwohner mit Haus- und Landwirtschaftsbesitz), so daß die damalige Gesamteinwohnerzahl etwa 70 bis 80 Personen betrug.
Auch die wenigen Häuser in Buchwald gehören zu Zickra. Das kleine Örtchen entstand ca. 1790 unter dem Namen „Buchwaldshäuser“ und gehörte am Anfang seiner Entstehung zu Clodra später zu Zickra. Es bestand damals aus einem „Vorwerk und dabei 4 Drescherhäuser“.
1950 wurde die Nachbargemeinde Dittersdorf ein Ortsteil von Zickra. Am 1. Januar 1974 wurde Zickra als Ortsteil in die Gemeinde Clodra eingegliedert und seit dem 01.01.1994 sind Clodra, Dittersdorf und Zickra Ortsteile der Stadt Berga/Elster.
Aktuelle
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Ratsinformationen
Ortschaften des Ortsteils Wünschendorf
Cronschwitz
- Ortsansicht
- Pfarrhaus
- Wehr Weißen Elster
- Fachwerkhaus
- Kanu-Scheune
- Streinbruch
- Klosterruine
- Gondelstation
- Ortsansicht
- Alte Klosterförsterei
Bildquellen: Steinbrüche, Alte Klosterförsterei, Klosterruine – Dr. Jürgen Zehe, sonstigen Bilder – Gemeindeverw. Wünschendorf/Elster
Meilitz
Meilitz wurde erstmals 1279 als Milicic und 1319 als Milicz geschichtlich erwähnt. Der Name leitet sich von „Mil“ = „lieb, teuer“ ab und weist auf eine alte lange Ansiedlung der Sorben hin.Die weiten Fluren und der große Fischreichtum der „Weißen Elster“ bis Anfang des 20. Jahrhunderts könnte möglicherweise ein Grund der Ansiedlung gewesen sein. Im Jahr 1294 wird erstmals in Meilitz ein Gutsweiler erwähnt, der zum Cronschwitzer Klosterhof gehört. Ab 1830 gehört Meilitz gänzlich zum Rittergut und in den folgenden Jahrzehnten wechselten die Gutherren mehrmals.
Im Jahr 1908 erhielt Meilitz eine Haltestelle an der Bahnstrecke Weischlitz-Greiz-Gera.
Da Meilitz unmittelbar an der „Weißen Elster“ liegt, blieb der Ort nicht von Hochwasser oder Eisfahrten verschont. So gab es unter anderem 1757, 1775, 1830, 1924, 1930er Jahren und 1954 Hochwasser. Im Februar 1929 und März 1947 entstanden große Schäden durch Eisstaue auf der „Elster“. In den Jahren 1907/08 wurde die erste Brücke über die „Weiße Elster“ gebaut. Vor 1907 war die Überquerung des Flusses nur durch zwei Furthen möglich.
Am 01. April 1952 wurde Meilitz ein Ortsteil von Wünschendorf. Bereits in dieser Zeit gab es in Meilitz einen Kindergarten. Prägend für den kleinen Ort war und ist der landwirtschaftliche Großbetrieb, einst Ritter- und Kammergut, später Volksgut und heute Gemüse und Obstverarbeitungs GmbH MEIGO.
- Ortsansicht
- Ortsansicht
(Quelle Geschichte: Hermann Müller, Greizer Heimatbote Nr. 5 u. 6/2001, Bildquelle: Gemeinde Wünschendorf/Elster)
Mildenfurth
Mosen
Der kleine, idyllisch gelegene und verträumte Ortsteil liegt am oberen Ende des Kamnitzgrundes. Seine Gründung geht auf das Jahr 1225 zurück. Im Jahr 2005 feierte der ganze Ortsteil sein 780-jähriges Bestehen.
Dorf- und Heimatmuseum in Mosen
Das Dorf-und Heimatmuseum befindet sich im Dorfgemeinschaftshaus.
Öffnungszeiten werden in der Tagespresse bekanntgegeben. Individuelle Führungen sind nachzufragen bei Almuth Schirrmeister, Telefon 036603-88577.
Pösneck
Pösneck liegt ganz idyllisch mitten im grünen Herz Deutschlands, von Feldern und Wald umgeben, abseits von Stress und Hektik und nur 6 km von Wünschendorf entfernt.
Untitz
Verschiedene Erdfälle in und um Untitz hatten zur Folge, dass der Amselbach in den 30-er Jahren des 19. Jahrhunderts zwischen Untitz und Pösneck verschwand. Eines der zahlreichen Hochwasser verschloss den Schlund wieder und der Bach fließt bis heute im alten Bachbett weiter.
Die Pappelallee nach Untitz geht im Ursprung bis zur Zeit nach Napoleon zurück. Nach einem Orkan 1907 musste neu gepflanzt werden. 1939 benötigte man die Bäume zur Papierherstellung und 1997 fällte man diese erneut, jetzt wegen Pilzbefalls. Im Jahr 1998 erfolgte dann die Nachpflanzung, diesmal mit Eschen.
Im Jahr 1867 wird in Untitz eine Schule mit nur einer Klasse erbaut. Mit Unterbrechung in den Jahren 1939-1940 und 1943-1945 wird dort bis 1950 unterrichtet. Im Jahr 1952 erfolgt die Eingemeindung nach Wünschendorf und ab diesem Zeitpunkt besuchen die Untitzer Kinder die Schule in Wünschendorf.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Untitz eine Kapelle. Heute steht an dieser Stelle eine kleine Kirche. Die mit viel Engagement der Kirchgemeinde und der Untitzer Bürger erhalten wird. Die Glocke, gestiftet 1808 von Ulrich in Apolda, gibt es heute noch.
(Quelle: Hermann Müller, Greizer Heimatbote Nr. 3 u. 4/2000, Bilder: Gemeindeverwaltung Wünschendorf/Elster)
Veitsberg
Veitsberg schließt unmittelbar an das Zentrum Wünschendorfs an. Die überdachte, befahrbar Holzbrücke aus dem Jahr 1786 stellt die Grenze zwischen den Ortsteilen dar. Neben der 200 Jahre alten Holzbrücke ist in Veitsberg unter anderem auch die über 1000-jährige Veitskirche sehenswert.
Heute mausert sich Veitsberg zum sportlichen Zentrum Wünschendorfs. Die Neugestaltung der Turnhalle und die über Wünschendorf hinaus bekannten sportlichen Aktivitäten des ThSV Wünschendorf leisten dazu einen entscheidenen Beitrag.
- Turnhalle am 01.02.2004
- Kirchturm der Veitskirche
- Blick über die Weiße Elster
- Holzbrücke
- Blick vom Weinberg
- Turnhalle im Dezember 2005
- Blick auf die Veitskiche
- Blick auf den Fluß Weida
Wünschendorf
- Am Mühlgraben
- Pelikangruppe
- Ronneburger Straße
- Wendenplatz
- Blick über das Gebind
- Poststraße
- Blick über das Gebind
- Ortszentrum
- Am Mühlgraben
Zossen
Zschorta
Ein kleiner Bach, welcher heut noch vorhanden ist, sorgte für das überlebenswichtige Wasser, leicht ansteigende Fluren kamen der Urbarmachung entgegen. Die Form des Angerdorfes, durchschnitten von einer Straße, blieb bis heute erhalten.
Bis Mitte 1970 mussten die Zschorta auf einen staatlichen Wasseranschluss warten, bis dahin gab es nur eine eigene Hausbrunnenversorgung.
1932 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Leider wurde diese im Jahr 2007 aufgelöst. Kleinere Dorffest werden jedes Jahr durch die Einwohner des Ortes, zur Freude aller, selbst organisiert.
























































